Mit dem Ex für immer abschließen

Diese Methode kommt aus dem Heilschreiben frei nach Stephan Niederwieser

und ergänzt durch das Team der Narzissmus Selbsthilfe Deutschland

Manche Menschen neigen dazu sich am Ende einer Leidenszeit/ Beziehung rächen zu wollen oder sie haben den Wunsch es ihrem Peiniger heimzuzahlen. Sie wollen ihrer angestauten Wut freien Lauf lassen. Sie wissen teilweise nicht wohin damit. Schreiben ist dafür eine gute Methode. (Handschriftlich)


a) Die Abrechnung
In diesem ersten Brief geht es erst mal darum sich Luft zu machen. Schreib also ganz unzensiert und frei von der Leber weg, was du denkst. Erlaube dir ruhig kleinlich dabei zu sein. Erlaube dir wirklich ohne Rücksicht auf Verluste all deinen Gedanken und Emotionen freien Lauf zu lassen.
Beschreibe gerne einzelne Situationen. Gestatte es dir dich gedanklich und auch emotional in die einzelnen Situationen hinein zu versetzen und lass dann raus, was du denkst. Diesen Brief schickst du nicht ab. In erster Linie schreibst du diesen Brief für dich.
(Zeitlimit maximal 60 Minuten)


b) Die Aufrechnung
Nachdem du deiner Wut freien Lauf gelassen hast und den Brief hoffentlich nicht abgeschickt hast, kommen wir zur Aufrechnung. Das heißt du lässt deiner Wut kontrolliert Luft. Vielleicht hat sich die Wut mittlerweile auch in ein anderes Gefühl verwandelt. Du darfst dieses Gefühl auch gerne
benennen. Dieser Brief wird auch nicht abgeschickt, du darfst ihn aber gerne anderen Menschen zeigen.
Folgendes ist dabei zu beachten:

  • Beschreibe was passiert ist, ganz neutral und nüchtern.
  • Beschreibe deine Gedanken zu den jeweiligen Ereignissen
  • Beschreibe wie du reagiert hast, und wie du dich gefühlt hast, ohne dich dafür zu rechtfertigen.
  • Beschreibe, was du dir vom anderen wünscht
  • Beschreibe, was du ihm wünscht
  • Schreibe ihm/ihr- was du ihm gibst oder geben willst dafür.

c) Der Abschied
Nachdem du dir nun etwas bewusster und klarer über deine Gefühle und Gedanken geworden bist und weißt, was du dem anderen sagen willst, kannst du nun den Abschiedsbrief schreiben. Bitte achte dabei unbedingt darauf, dass du der Person keine Vorwürfe machst, dass du auf „Du-
Botschaften“ gänzlich verzichtest und dem anderen nur schreibst, was du für dich möchtest, was du dir wünscht, was du dem anderen wünscht und was du ihm zum Abschied nettes sagen kannst. Du kannst dich auch bedanken für die Erfahrung, die du durch ihn gemacht hast und was du lernen konntest. Diesen Brief darfst du abschicken.


d) Der Abschluss
Nachdem du mit der Person abgeschlossen hast und ihr den Brief zugeschickt hast, geht es nun in erster Linie darum dir selbst zu danken. Danke dir einfach dafür, dass du die Entscheidung getroffen hast, für dich mit der Sache/ der Person abzuschließen. Und Danke dir gerne dafür, dass du soweit gekommen bist. Schreibe ebenfalls was du ab sofort für dich tun willst. Gib dir feierlich das Versprechen künftig besser für dich zu sorgen und auf dich zu achten, denn du bist es wert. Du bist ein wundervoller Mensch. Bitte verfasse einen Brief an dich selbst.

Die beste Zeit ist JETZT

Du könntest glücklich sein und zwar JETZT. Stattdessen sitzt du am PC auf der Suche nach einer Lösung für dein Problem. Du liest Bücher, du besuchst Seminare, du schaust Youtubevideos. Aber was du liest oder lernst kannst du kaum oder gar nicht durchsetzen geschweige denn umsetzen. Dein Verstand blockiert. Alles, was du an Wissen aufsaugst, hört sich echt toll an, du willst sofort loslegen, aber durchführen kannst Du es dann doch nicht. Es erreicht dein Herz nicht. Deine kognitiven Mittel sind beschränkt. Und die Einsicht lässt auf sich warten. Dabei soll glücklich sein so einfach sein.

Ich könnte diesen Text jetzt mit lauter positiven Affirmationen vollballern, aber dann wäre ich auch nur ein Text von vielen, den du vielleicht gut findest, der deine Probleme allerdings kaum oder gar nicht löst. Ich könnte mit hypnotischen Sprachmustern arbeiten oder NLP- basierte Texte formulieren alla „Stell dir mal vor wie es wäre“ und du stellst es dir vielleicht vor, aber dann fickt dich dein Glaubensatz „Ich hab es nicht verdient“ und wieder denkst du dir, was soll das bringen? Irgendeine Stimme in dir sagt: „Ich werde eh nie glücklich sein. Ich werde es nicht schaffen. Ich bin nicht gut genug“. Und Hilfe annehmen kannst du auch nicht, denn du willst es alleine schaffen, während du dich fragst, was die anderen über dich denken.

Und dann bist du wieder im Außen, auf der Suche nach dem großen Glück. Hier könnte eine Liste stehen voller angenehmer Tätigkeiten, die du sofort in die Tat umsetzen könntest. Aber du tust es nicht. Dein innerer Schweinehund liegt mal wieder im Weg. Dein Bequemlichkeitsdiener meint „Morgen ist auch ein Tag“.

So bist du aufgewachsen, so wurde dir das erklärt, so haben es dir deine Eltern vorgelebt. Mach andere glücklich, sag niemals nein, denke nicht an dich, sei selbstlos, aber wenn DU nicht glücklich sein kannst, warum soll es anderen dann besser gehen als dir? Du denkst und denkst und denkst… und dann wirst du traurig, aber auch das soll niemand mitkriegen. Du versteckst die Tränen, während du in irgendeinem Facebookpost um Hilfe schreist.

Aber eines kann ich dir jetzt schon verraten. Es werden keine besseren Zeiten kommen. Denn die beste Zeit ist immer der gegenwärtige Moment. Du kannst ENTSCHEIDEN- aber selbst das überlässt du meistens anderen und dann wunderst du dich nichts vom Kuchen abbekommen zu haben. Du empfindest dein Leben als ungerecht. Auch das Glück hältst du für ungerecht verteilt. Dein inneres Kind meldet sich Tag für Tag, aber du ignorierst es, es gibt Wichtigeres. Und dann liest du diesen Text und du reagierst ungehalten, und denkst dir, das stimmt nicht, obwohl du müde bist und keine Lust hast dich für DICH bzw. überhaupt eine ENTSCHEIDUNG zu treffen, die dich nachhaltig glücklich werden lässt.

Und was wird morgen sein? Übermorgen? Du hoffst auf das Beste, rechnest mit dem Schlimmsten und nimmst es wie es kommt, bewertest es zu nehmend immer mehr als dein Schicksal. Obwohl du glücklich sein könntest und zwar JETZT in diesem Moment.

GUT Zuhören ist eine Kunst

Jana gab ihrer Freundin Elvira nun schon zum x-ten Mal den Tipp sich endlich von Oliver zu trennen. Mit Engelszungen versuche sie ihr klar zu machen, dass dieser Mann ihr nicht gut tut, aber Elvira schaffte es einfach nicht sich zu trennen. Stattdessen gab sie sich ihren eigenen Mustern immer wieder hin und jammerte Jana voll, wenn es mal wieder in ihrer Beziehung krachte. Elvira war verzweifelt und Jana so langsam genervt. In Janas Augen war Oliver ein Narzisst. Für Elvira aber war Oliver ihr Mann, den sie liebt.

Auch Hauke kann davon ein Lied singen. Für ihn gilt seine Schwester Elvira als beratungsresistent. Er kommt sich vor wie eine gesprungene Schallplatte. Ständig wiederholt sich Elvira mit ihren Beziehungsproblemen, während er innerlich zumacht. Es ist immer das Gleiche, wenn sie telefonieren. Er kann es schon nicht mehr hören. Also sagt er ihr jedes Mal auch das Gleiche, wenn sie ihn mit ihren Problemen konfrontiert. „Du kennst meine Meinung“. Und Elvira antwortet wie immer mit „Ich weiß“!

Aber verändern tut sich nichts. Die Tipps und Ratschläge bringen Elvira nicht weiter. Sie kann diese einfach nicht umsetzen. Sie weiß im Grunde, dass ihre beste Freundin und ihr Bruder recht haben, aber sie fühlt es nicht. Stattdessen überkommt sie ein schlechtes Gewissen, gegenüber ihrem Mann Oliver. Sie fühlt sich schuldig an allem. Sie schafft es nicht, es irgendwem recht zu machen, während sie selber darunter leidet. Gleichzeitig hat sie aber auch das Gefühl, dass sie niemand versteht und dass es niemanden interessiert, was in ihr vorgeht.

Zuhören ist eine Kunst.

Unterschiedliche Studien haben bewiesen, dass wir Menschen verlernt haben richtig zuzuhören. Mehr noch steht die These im Raum, dass wir es gar nicht gelernt haben jemandem aktiv zuzuhören. Stattdessen wurde uns beigebracht sehr lösungsorientiert zu denken und ein Problem anzugehen, getreu dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“. Wozu sich ein Problem anhören, wenn man glaubt, dass man die Lösung kennt?

Allerdings, und das wurde auch bewiesen, dass Reden befreit. Reden hilft dabei sich zu befreien, von dem Ballast, der einen plagt. In der Gesprächstherapie nach Rogers jedenfalls wird über das Gespräch so manches Problem erkannt und auch gelöst. Denn die Einsicht kommt durchs Sprechen. Die Verarbeitung von emotionalen Erlebnisinhalten verläuft über das limbische System.

Jeder Mensch verfügt über ein Selbstkonzept. Und jeder Mensch hat eine gewisse Aktualisierungstendenz, d.h. Erlebtes will verarbeitet werden. Verarbeitung erfolgt durch die eigene Sprache (Schreiben oder Sprechen), nicht durch Unterdrückung. Und das Problem wird unterdrückt, wenn es nicht ausgesprochen werden kann. Was nicht ausgesprochen wird, bleibt im Kopf und blockiert das Verarbeitungszentrum, welches auch als limbisches System bekannt ist.

Wenn stattdessen Tipps und Ratschläge erfolgen, blockiert der Verstand (Frontkortex) automatisch und das Herz leidet. Nicht umsonst heißt es Gesprächstherapie. Und auch in allen anderen bekannten Therapieerfahren, wird darauf geachtet, dass der Klient sich erstmal Luft verschaffen kann, indem er alles auspackt und erzählen kann, was in seiner Seele lastet. Der Therapeut wiederholt oft nur Gesagtes (paraphrasiert) oder fragt nach, um sein Gegenüber zu verstehen. Auch verbalisiert er emotionale Erlebnisinhalte, indem er diese in eigene Worte kleidet. Ein Therapeut aber gibt keine Tipps.

Jana und Hauke sind also viel zu nah dran. Jana und Hauke sind zu sehr mit ihren eigenen Geschichten in Kontakt. Gleichzeitig sind sie mit Elvira emotional verbunden. Sie leiden mit und können sich kaum abgrenzen. Sie wollen Elvira einerseits helfen, andererseits aber selber nicht zu sehr leiden. Statt sich also Elviras Leid anzuhören, geben sie viel lieber Tipps. Sie sind in dem Falle auch leider nicht mehr empathisch, denn Empathie heißt mitfühlen und verstehen, jedoch nicht mitleiden und Ratschläge verteilen.

Erklärungen sind also Zwecklos. Sonst hieße es ja auch Erklärungstherapie.

Jemandem etwas zu erklären, vom eigenen Standpunkt her, gleicht einem Ratschlag und lässt das Herz kalt. Besser wäre es aktiv zuzuhören und achtsam (interessiert) nachzufragen und dem Gegenüber die Gelegenheit zur Selbstreflexion zu ermöglichen. Da kann man es noch 10x so gut meinen, es kommt einfach nicht an. Mehr noch sind Missverständnisse und Frustrationen vorprogrammiert.

Elvira braucht niemanden, der ihr die Lösung verrät, sondern jemanden, der sie auf dem Weg zu ihrer eigenen Lösung begleitet. Gute Freunde und liebe Verwandte eignen sich also ganz schlecht als Berater oder Therapeuten. Sie selber sind emotional viel zu nah dran und werden durch Elviras Erzählungen selbst getriggert, was sie dazu verleitet, Tipps auszusprechen, statt aktiv zuzuhören. Aber das ist genau das, was Elvira in dem Moment braucht. Sie braucht einen guten Zuhörer und keinen schlechten Ratgeber.

Warum es so schwer fällt NEIN zu sagen und wie wir uns das erleichtern können

Hast Du nicht auch dauernd (oder auch nur manchmal) das Gefühl, dass wenn du NEIN sagst, dass du ein schlechter Mensch bist, egoistisch, ungerecht , der es gar nicht verdient geliebt zu werden? Hast du möglicherweise sogar ein schlechtes Gewissen dabei, oder gar das Gefühl einem anderen Menschen unrecht zu tun, wenn du NEIN sagst und dieser es nicht akzeptieren kann? Würdest du am liebsten jetzt gerade, wo du liest, was du liest, am liebsten NEIN sagen? Sagst du möglicherweise sogar gerade jetzt, dass das, was du hier liest, stimmt oder nicht stimmt?

JA oder NEIN? NEIN oder Nein? Ja oder Ja? Abhängig oder Unabhängig? Frei oder gefangen? Selbstannahme oder Selbstablehnung?

Ertappst du dich möglicherweise sogar dabei, wie du versuchst dir selbst einzureden, dass es pietätlos wäre, anderen einen Wunsch abzuschlagen und es für dich ein leichtes wäre, diesen zu erfüllen, damit dein Gegenüber glücklich und zufrieden ist?

Hast du manchmal das Gefühl, leicht beeinflussbar zu sein oder manipuliert zu werden? Hast du das Gefühl die anderen können dein Nein nicht akzeptieren? Machst du anderen vielleicht sogar Vorwürfe, dass sie es nicht tun? Bist du möglicherweise sogar genervt oder reagierst gereizt bei diesem Thema? Suchst du vielleicht sogar nach Ausreden, um nicht in eine Situation zu kommen, in der man dich um einen Gefallen bittet, bei dem es dir von Haus aus schwer fällt NEIN zu sagen? Weiß du ganz genau, was du willst oder weißt du im Grunde genommen nur, was du nicht willst? Erwartest du von anderen, dass sie dein NEIN akzeptieren?

Kannst du denn selber dein NEIN akzeptieren? Kannst du das, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu entwickeln? Kannst du standhaft bleiben, auch wenn der andere anfängt zu quengeln? Kannst du es riskieren, von jemand anderem abgelehnt zu werden, nur weil dieser jetzt beleidigt ist, weil du NEIN gesagt hast? Und die Frage ist ja auch, lehnt er wirklich Dich ab oder nur das NEIN. Bist du denn das NEIN oder ist das nur deine Antwort auf die Frage?

Wie mir scheint, gibt es viele Gründe nicht NEIN zu sagen, aber nur ganz wenige es dann doch zu tun. Ist das so? Kann es nicht auch umgekehrt sein, also dass es ganz viele Gründe gibt NEIN zu sagen aber eben nur ganz wenige, es dann doch nicht zu tun? Und wenn DU dann Nein gesagt hast, meinst du das dann auch so oder sagst du das rein intuitiv ohne großartig darüber nachzudenken, welche Konsequenzen das hätte?

Für mich gibt es nur einen plausiblen Grund nicht NEIN zu sagen. Ich sage NEIN, wenn ich etwas nicht will. Und ich sage JA, wenn ich etwas möchte. Ich sage jedoch nicht NEIN. wenn es gegen meinen Willen ist. Wie hältst du das mit dir selbst? Tust du gerne Dinge gegen deinen Willen? Überschreitest du gerne deine Grenzen? Nimmst du dich selber ernst? Was sagt das NEIN über dich aus? Was sagt es über dein Gegenüber aus? Welche Bedeutung hat ein NEIN in deinem Leben?

Für mich bedeutet NEIN sagen, gleichzeitig auch JA sagen. Ich sage JA zu mir selbst. Ich tue, das was ich will und das mit bestmöglichen Wissen und Gewissen. Und das kannst DU auch.

Und Warum fällt das jetzt vielen so schwer? Nun, weil sich glaube ich viele diese Gedanken machen, aber eben nicht die einzig in dem Moment sinnvolle Frage zu stellen. Was ist an einem NEIN so schlimm? Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Wem nützt das NEIN? Wem nützt das JA. Und warum ist es so wichtig für manche von uns, was die anderen denken? Liebst du dich selbst?

Ich bin gespannt auf deine Antworten 🙂

Und falls es dir immer noch schwer fällt, dann melde dich, ich denke, wir finden gemeinsam die Blockade, die dich daran hindert DU selbst zu sein.

Gastbeitrag von Monika Rauch

Was haben Kritik und Liebe miteinander zu tun?

Es fängt ja schon früh an: Kaum fahre ich als stolze Mutter mein Kind im Kinderwagen spazieren, kommt jemand Bekanntes (oder auch Unbekanntes), steckt seinen Kopf in den Kinderwagen und sagt mit sorgenvoller Miene: „Was für ein süßes Kind! Aber ist es nicht ein wenig zu klein/schwer/unbeweglich/zahnlos…?“ So geht das dann weiter: Als Eltern bekommt man so manchen wohlmeinenden Ratschlag: „In seinem Alter müsste es sich aber schon drehen.“ „Was, es läuft noch nicht und die Schuhe kann es auch noch nicht binden?“ Als leicht verstörte bis schwer verunsicherte Eltern geht´s ab zum Arzt. Der wird schon wissen, ob sich alles normal entwickelt. Wie gut, dass es die Fachleute gibt, die haben ja schließlich studiert!

Die nächsten Stationen sind die Betreuungseinrichtungen, da achtet der Erzieher, ob sich das Kind standardmäßig entwickelt – wenn nicht: Ab zum Arzt, Logopäden, Ergotherapeuten und evtl. in die psychologische Beratungsstelle! Und wir wissen ja: Das sind Fachleute, die es schließlich gelernt haben. Und dann kommt das Kind in die Schule. Nach anfänglicher Schonfrist in Form schriftlicher Bewertungen, gibt es die ersten Noten. Und uns als Eltern wird langsam klar, dass unser Kind zu den favorisierten Gewinnertypen, zu den erduldeten Mittelmäßigen oder den Leistungsschwachen gehört.

Ich glaube, dass alle Eltern ihre Kinder lieben. Wir sorgen uns, wollen, dass unser Kind ein gutes Leben hat und einen Beruf, der Wohlstand bringt (und uns eventuell ein wenig zur Rente beisteuert). Daher bekommt es bereits im Kindergarten Englischunterricht und muss natürlich gut in der Schule sein. Mit schlechten Leistungen wird es das Kind nicht weit bringen; denken wir.

Das mag in gewisser Weise sogar stimmen. Ich bin aber der Meinung, dass ein Kind ein „erfolgreiches“ Leben führt, wenn es bedingungslos geliebt wird. Wenn bereits ein kleines Baby Kritik ausgesetzt ist und wir als Eltern ohne Vertrauen in die Wesenheit des Kindes sind, wird es das spüren und es vielleicht sogar leben.

Ein gesagtes Wort ist sehr mächtig!

Lassen wir dem Kind all unsere Liebe gepaart mit Vertrauen angedeihen, wird es sich so entwickeln wie es gemeint ist. Ein geliebter, vertrauensvoller Mensch wird die Beschäftigung finden, die er liebt und somit seine Sache automatisch gut machen; also der Menschheit dienen.

Im Erwachsenenalltag geht es weiter mit der Kritik:

  • Rezensionen: Bücher, Filme, Kosmetik-Produkte, Möbel … Besonders im Internet können Sie sich aussuchen, was allen Ansprüchen genügt und was das vermeintlich Beste ist.
  • Bewertungen in Reiseportalen sollen dem Kunden es erleichtern, den passenden Urlaubsort zu finden.
  • Likes und Dislikes in den sozialen Netzwerken zeigen, wer oder was gut oder schlecht auf dieser Welt ist.
  • Zeugnisse aller Art bezeugen, wie wertvoll ein Kind/Mitarbeiter/Mensch ist.

Diese ganze Bewerterei bringt mich echt durcheinander! Nachdem ich die 10. Reisebewertung und die 20. Buchrezension gelesen habe, bin ich am Ende unsicherer als vorher. Ich gebe zu: Ich orientiere mich auch daran, aber gleichzeitig gehe ich mittlerweile wieder ins Reisebüro und lasse mich beraten, lese die Inhaltsangabe der Bücher und schaue mir die Menschen, mit denen ich zu tun habe, genau an. Bei allem was ich tue, versuche ich mich auf mein Bauchgefühl, also auf meinen Instinkt, zu verlassen. Außerdem versuche ich kritisch mit jeder Nachricht umzugehen. Weiß ich wirklich, ob diese Meldung so stimmt und/oder ob die Nachrichtenagentur gut recherchiert hat?

Zwischendurch hole ich mir immer mal wieder eine „Klatsche“ ab (wie eine gute Freundin zu sagen pflegt): Ich lasse mir dann gerne mal von den falschen Leuten Ratschläge erteilen, wohl in der Hoffnung auf eine Streicheleinheit, in der Art: „Das hast du aber fein gemacht!“ Kürzlich z.B. habe ich einem Bekannten einen frischgedruckten Flyer gezeigt. Ich hatte mir wochenlang über Gestaltung und Text einen Kopf gemacht. Der Bekannte meinte nur lapidar: „Man (wer ist das?) schreibt heute nicht mehr „Schönheit“ sondern „Noblesse“. Klatsch! Das tat weh. Kein erhofftes Lob über die Gestaltung und die tollen Texte.

Das sind die Destruktiven, von denen es leider so einige gibt und die bestimmt auch eine leidvolle Geschichte mit sich herumtragen. Ich lerne, mich von diesen Menschen innerlich abzugrenzen und es nicht persönlich zu nehmen. Aber wie schafft es ein Kind, und später ein erwachsener Mensch mit all den Verletzungen klarzukommen?

Das geht meiner Meinung nach, einzig und allein, mit bedingungsloser Liebe. Liebe zu sich selbst ist der erste Schritt, um liebevoll mit anderen umzugehen. Lieben wir uns selbst, haben wir auch Selbstvertrauen. Und Selbstvertrauen hilft uns, einen Sinn im Leben zu entdecken und unseren ureigenen Weg zu gehen. Gehen wir Eltern mit uns liebevoll und selbstbewusst um, spiegeln wir das unseren Kindern. Sie lernen von uns als Vorbild.

Noch ein paar Worte zur positiven, wohlmeinenden Kritik: Es ist immer schwierig für jemanden, kritisiert zu werden. Alte Verletzungen kommen zutage, man fühlt sich leicht missverstanden, nicht gesehen im eigenen Sosein, mitunter sogar vernichtet. Kritik ist nicht immer vermeidbar, z.B. im beruflichen Kontext oder in der Pädagogik: Wenn ein Chef/ein Pädagoge sorgsam mit seinen Mitmenschen umgeht und diese in die Prozesse mit einbezieht, könnte es gelingen, eine erwünschte Korrektur vorzunehmen. Dazu sollten die Gespräche auf Augenhöhe geführt werden.

Hier schließt sich der Kreis: Eigenliebe, Liebe, Vertrauen und Sensiblität holen das Beste aus den Menschen heraus – so kann auch Kritik etwas bewirken.

Hausaufgabe: Wann kritisierst Du und wen? Was fühlst Du wenn Du kritisiert wirst? Gibt es Unterschiede in der Art der Kritik? Wenn Du meinst, jede Kritik voll und ganz zu verdienen, könnte es sein, dass Du Dir selbst nicht genügend wert bist. Es gibt viele Bücher, youtube-Filme zum Thema Selbstwert, oder Du kommst in die neue Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/kuenstlertreff.de/

Der Weg zurück zum Glück

Ich schließe meine Augen. Ich bin entspannt und ich lächele. Ich seh´die Sonne und ich seh den wolkenlosen Himmel. Ich blinzel. Ich seh einen Garten. Ich sehe Bäume, Blumen, Sträucher. Ich seh Kinder. Und ich seh mich. Ich bin eines dieser Kinder. Und ich bin glücklich. Ich bin noch entspannter. Ich sitz auf einer Schaukel. Britta schubst mich an. Sie ist meine Freundin. Ich bin 5 Jahre alt. Sie ist ein Jahr älter. Und ich liebe sie. Ich bemerke gar nicht, dass sie dicker ist als andere Mädchen. Dass sie dick ist, erfahre ich von ihrer Mutter. Für mich ist Britta aber trotzdem meine Freundin, das Mädchen mit der ich meine Zeit am allerliebsten verbringe, mit der ich Trampolin springe. Ich liebe sie. Und ich liebe mich. Ich liebe mich dafür, diesen Moment genießen zu können. Bewertungsfrei. Resonanzfrei. Ich bin mittendrin und voll dabei. Und an meiner Seite ist eine Fee.

Und dann öffne ich meine Augen. Aber ich bin immer noch glücklich. Ich bin glücklich weil ich daran gedacht habe, wie schön es war ein Kind zu sein. Und es ging sooo leicht. Und ich weiß, ich kann jeden Tag zurück kehren. Alles was ich dafür tun muss, ist daran zu denken.

Hätte ich gewusst, dass dieser Moment für Glück steht, hätte ich die Zeit angehalten und alles dafür getan, dass die Welt stehen bleibt.

Mit 5 hatte ich schon eine Menge erlebt. Meine Eltern ließen sich scheiden. Wir sind umgezogen. Ich ließ mein geliebtes Umfeld zurück. Meine Schwester kam zur Welt. Und ich wurde das erste Mal mit der Realität der Erwachsenenwelt konfrontiert. Ich wurde gezwungen zu lernen mich anzupassen und das tat ich anfangs auch. Ich passte mich an. Ich nahm die Schuld auf mich. Ich übernahm Verantwortung für Dinge, die ich nicht verstand. Und ich glaubte den Erwachsenen, die es wissen mussten. Ich vertraute den Menschen, die für mich ein Vorbild waren. Ich hätte nie im Leben daran gedacht, dass die falsch lägen, stattdessen suchte ich den Fehler stets bei mir selbst, bei mir dem kleinen, unreifen Mann.

Was hätte Peter Pan mir in diesem Moment eigentlich geraten? Was hätte die kleine Fee gesagt?

Zum Glück hatte ich damals schon eine blühende Phantasie und konnte mich in Traumwelten flüchten, wenn es mir zu anstrengend wurde. Und anstrengend wurde es immer dann, wenn ich unvorbereitet in eine Situation/Rolle rein gedrängt wurde, die ich mir so nicht ausgesucht hatte. Später dann in der Schule wurde mir meine Phantasie in Deutschaufsätzen manchmal zum Verhängnis. Mir wurde eingebläut Vernunft anzunehmen und bei der Realität zu bleiben. Wenn ich mich jetzt zurück erinnere, dann frage ich mich, ganz klar… welche Realität meinen die? Ihre Realität? Ist es die Realität in der alles einen Namen hat, also eine Bewertung? Und wenn ja, warum ist das so? Irgendwer sagte mir mal, alles habe seinen Sinn. Und wenn etwas Sinn macht, hat alles seine Ordnung. Ja Ordnung ist das halbe Leben. Ordnung ist so was wie Struktur. Und Struktur steht für einen gewissen Rahmen. Und dann gibt es Rahmenbedingungen, Regeln und auch Lücken. Und all das nur um eine gewisse Sicherheit zu haben? Ein Rahmen bietet Sicherheit, angeblich- und ich frage HIER UND JETZT für wen? Für die, die nicht sicher sind? Aber ich war doch als Kind sicher. Ich war glücklich, ich hatte Freunde und ich konnte die Dinge so sehen, wie sie sind. Ich brauchte diesen Rahmen nicht. Ich hab mir den nicht ausgesucht. Er wurde mir einfach so, ohne dass ich das wollte, übergestülpt.

Und dann die ganzen Bewertungen. Mir wurde gesagt, was richtig oder falsch ist, um zu lernen, zu unterscheiden, zwischen den Dingen die wichtig oder unwichtig sind. Wichtig war es Leistung zu bringen und sich mit den Richtigen Leuten zu umgeben. In meinem Fall suchte mir meine Mutter meine Freunde aus. Die, die ich als Freunde empfand, waren meiner Mutter nicht gut genug. Und die, die meine Mutter mir als Freunde suchte, taten mir manchmal nicht gut. Aber hey.. ich vertraute darauf, dass alles irgendwie seine Richtigkeit haben müsse. Ich vertraute meiner Mutter blind. Ich dachte ja auch, dass sie mich liebt, und zwar so wie ich bin. Und wieder passte ich mich an. Denn ich wollte Mama glücklich und stolz machen.

Und jetzt schließe ich wieder die Augen. Ich atme tief durch und werde entspannt. Ich sehe immer noch die vielen Kinder im Garten. Ich seh die Sonne, die scheint. Ich seh den wolkenlosen Himmel. Ich seh Britta und ich seh mich. Und frag mich…

Was ist nur aus uns geworden?

Angepasste Menschen. Bewertende Menschen. Einsame Menschen. Auf der Suche nach dem Glück? Mit offen Mündern und fragendem Blick… gibt es einen Weg zurück?

Was sagt die Fee?

Ja… den gibt es….

Dafür aber müssen wir lernen uns selbst neu zu erfinden, am besten dort hin zurück gehen, wo alles begann und dann nochmal von vorne anfangen. Die Fee ist immer an unserer Seite. Wir sind sicher.

Ich öffne meine Augen. Und weiß HIER UND JETZT: es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Es ist nie zu spät, all die Bewertungen zu vergessen. Es ist nie zu spät zu erkennen, dass wir einmal glücklich waren und es möglicherweise nur vergessen haben, wie es ging.

Gastbeitrag von Kirsten Stefen über die Wut des inneren Kind

Kennst Du das Gefühl der Wut? Weißt Du wie sich Wut anfühlt? Nein, ganz ehrlich, denn ich habe einige Menschen die ich begleiten darf und die sich nicht daran erinnern können jemals wütend gewesen zu sein, oder dieses Gefühl gar nicht einordnen können. Woher kommt das?

Ganz oft wird uns in der Kindheit die Wut regelrecht ausgeredet, aberzogen, ausgetrieben. „Du hast jetzt keinen Grund wütend zu sein! Reiß Dich mal zusammen! Hör damit auf!“
Gleichzeitig haben wir als Kind auch von dem Erwachsenen die Wut gegen uns erfahren. Je nachdem wie die Eltern ihre Wut gezeigt haben, ob sie dabei verletzend, aggressiv, unkontrolliert waren, tragen viele Menschen eine, berechtigte Angst vor der Wut in sich und haben dann auch Angst ihre eigene, berechtigte Wut zu fühlen.

In meinen Begleitungen versuche ich in der Inneren Kind Thematik denjenigen für die positive Energie der Wut zu sensibilisieren, weil sich hinter einer zurück gehaltenen, kontrollierten Wut oftmals eine große Traurigkeit verbirgt.

Hast Du schon einmal beobachtet wie ein KleinKind mit seinesgleichen, zum Beispiel auf dem Spielplatz seine Wut auslebt. Ich habe es bei meiner Tochter und auch bei anderen Kindern im Alter von 3-6 Jahren beobachtet. Sie leben ihre Wut aus, stampfen auf dem Boden, bewegen ihre Arme, Bällen ihre Fäuste, man spürt und sieht die Anspannung im ganzen Körper. Sie fangen an zu weinen, oder auch zu schreien, toben. Dann 5 Minuten später, ist es als ob nichts gewesen ist und sie spielen wieder friedlich auch mit dem Kind, dass sie geärgert hat.

WUT ist ein sehr sehr starkes, reinigendes und für Dich sehr wertvolles Gefühl. Wusstest Du das Menschen, die in ihrem Leben die Wut nicht fühlen durften fast immer auch ein Thema mit fehlenden Selbstwert, Selbstbewusstsein und Abgrenzung haben? Kannst Du Dir vorstellen, dass das eine sich ohne das andere nicht entwickeln kann? Das Du nur dann einen Selbstwert fühlst, wenn Du auch die Wut in Dir zulässt? Nein? Dann lass uns doch mal das Gefühl der Wut beleuchten.

Wenn jemand meine Grenze nicht akzeptiert, übergriffig wird, mich beleidigt, unehrlich ist, dann gibt es die eine Möglichkeit, dass ich das hinnehme. Dadurch schiebe ich mein eigenes Wertgefühl zu Gunsten von Friede, Freude, Eierkuchen zur Seite. Wusstest Du das jahrelang unterdrückte Wut oftmals in die Körperlichkeit geht? In die Leber und vor allen in die Galle? Man sagt Gallensteine sind geronnene, zusammengepresste Aggressionen. Auch im Magen zeigt sich diese aufgestaute, kontrollierte Wut.

Kurt Tepperwein schreibt in seinem Buch – Die Botschaft Deines Körpers
Zitat: „Wenn jemand seine Aggressionen nicht äußert, dann äußert sie sich auf der körperlichen Ebene als Übersäuerung. Es braucht seelisches Geborgenheitsgefühl, um Aggressionen äußern zu können, sonst trauen wir uns nicht – aus Angst vor Liebesentzug.“

Da ist es, die Angst vor der Wut, die im Grunde genommen nichts anders ist, als die Angst, wenn ich nicht mehr lieb und brav bin, sondern meine Wut zeige, hat man mich nicht mehr lieb. Ein berechtigtes Gefühl Deines Inneren Kindes. Ich habe selbst diesen Glaubenssatz von meiner Oma gehört: „Wenn Du weiterhin wütend bist, dann hab ich Dich nicht mehr lieb!“
Ich weiß, dass sie in dieser Situation, in denen sie sich mit meiner kindlichen Wut konfrontiert gefühlt hat, auch nur überfordert war und deshalb diesen Satz gesagt hat. Aber für mich als Kind hat es dafür gesorgt niemals wütend sein zu können, egal ob ich eine ungerechte Behandlung erfahren, in der Schule von Klassenkameraden zu tiefst verletzt oder beleidigt wurde. Vor allen Dingen habe ich mir jahrelang die Wut nicht eingestanden über die Entscheidung meiner Eltern mich mit 12 Monaten zu meinen Großeltern zu geben, die Wut auf meine Mutter, die nie für mich da war und die sich auch nie für mich interessiert hat, die Wut, wenn meine Oma mich mit einem Kleiderbügel vertrümnt hat, als ich beim nähen einer Hose falsch genäht und damit der ganze Stoff unbrauchbar war und und und

Ich habe alles geschluckt, alles mit mir machen lassen und schon als Kind immer wieder Magenbeschwerden gehabt, ganz zu schweigen von der körperlichen Fülle, die ich mir regelrecht angefressen hatte.

Aber ich habe meine Wut auf Bildern zum Ausdruck gebracht, oder meinen Großeltern Geld aus dem Portemonnaie geklaut.

Zudem hat mir meine Oma väterlicher Seitz, immer dann, wenn ich meinen Paps besucht habe, von ihrer Beziehung mit meinem Opa erzählt, der im Krieg verschollen ist und meinte dann: „Wir hatten eine so wundervolle Beziehung, denn ich war niemals wütend und habe nie ein böses Wort gesagt.“ So wuchs ich auf mit ganz viel Wut, die ich nicht ausleben, nicht zeigen durfte.

Dabei ist WUT so wichtig, denn dadurch erfahre ich meinen eigenen, meinen Selbstwert. Nur dann, wenn ich das Gefühl habe eine Ungerechtigkeit gegenüber mir, oder meiner Wahrheit zu erfahren, spüre ich diese Wut in mir. In meiner Lebenserfahrung und auch in meinem Inneren Kind Begleitungen habe ich eine für mich sehr stimmige Gleichung WUT = SELBSTWERTGEFÜHL

Wenn auch Du eine negative Einstellung, ein negatives Gefühl für die Wut hast, wie wäre es dieser zum einen eine neue, positive Energie zu geben und zum anderen, was hältst Du davon Deine Wut zu recyceln ♻️.

Wie kann ich die Wut positiv verändern? 
Nimm das Wort WUT und setze die Buchstaben mal untereinander 
W
U
T

Und jetzt suche Dir für jeden Buchstaben ein neues kraftvolles, bestärkendes, positives Wort. Hier einige erarbeitete Varianten:

Wahrheit
Unter
Tränen

Wünsche 
Und
Träume

Willensstark
Und
Tatkräftig

Wehren
Ungerechtigkeit 
Tiefschlag

Schau doch mal welche Worte Du für Deine WUT findest.

Nächster Punkt 
Wut Recycling ♻️
Was verstehe ich darunter? Was wäre wenn Du Deine, in Deinen Augen gefährliche, zerstörerische Wut in etwas Neues positives verwandelst und zwar nur deswegen, weil Du sie ganz bewusst und fokussierst auslebst? Ohne Bewertung! Denn das ist die größte Schwachstelle der Wut, wenn wir sie bewerten, sie in Abhängigkeit zu jemanden setzten, ohne sie wirklich zu fühlen. Versuche einmal die Wut zu fühlen, OHNE sofort zu denken, DER/DIE/DAS hat mich wütend gemacht, ist Schuld an meiner Wut. Damit liegt wieder die Energie der Schuld im Raum und Du gibst dem anderen dann unbewusst eine noch stärkere Macht über Dich.

In meinen Begleitungen biete ich, aus meiner eigenen Erfahrung einen Wut Recycling ♻️ Tag an oder auch für das Innere Kind einen „WutTag tut GutTag“, den ich selbst auch regelmäßig mache.

Dafür gehe ich in die Garage und nehme mir alle dicken, sperrigen Kartons, die Dich in der letzten Zeit hier mal wieder angesammelt haben, oder die schon lange vor sich hin oxidieren. Dann gehe ich in die Küche und schnappe mir mein Heinz-Messer, dass ist mein bestes Messer, das alles schneidet und welches mir vor einigen Jahren eine Begleitung, Vorname Heinz, geschenkt hat, als er für ein Wochenende aus Österreich zu mir kam.

Mit diesem Messer gehe ich dann zu dem Berg an Kartons, öffne den Mülleimer und lade meine Wut und damit mein rebellisches Inneres Kind ein, sich jetzt den Raum zu nehmen. Ich spüre dann eine unglaubliche Kraft und Fokussiertheit in mir und kann gar nicht so schnell gucken, wie meine Hände anfangen die oftmals sehr harten Kartons zu zerschneiden, oder auch zu zerreißen. Manchmal werfe ich sie auch voller Wucht auf den Boden, grade die Waschmittel- Kartons, stampfe, trete, hüpfe auf ihnen herum, bis sie so platt sind, dass ich sie durch unseren Briefschlitz passen. Alle Kartons werden an diesem Tag in so winzig kleine Stücke recycelt ♻️ und wir haben dadurch immer meeega viel Platz in unserer Papiermülltonne.

In einer Begleitung, Anfang November 2017, die auch das Thema „WUT nicht fühlen dürfen“ hatte, gab ich eine ungewöhnliche Hausaufgabe mit, als wir in einer geführten Reise und in einer systemischen Aufstellung herausfanden, dass sie unterdrückte Aggressionen in sich trägt, die auch schon durch starke Magen und Leberbeschwerden in die Körperlichkeit gegangen sind.

Ich sagte: „Du bekommst von mir folgende Aufgabe. Gehe mal bei euch in den Keller und schaue nach einem alten Stuhl, der entsorgt werden kann. Oder frag mal bei Deinen Freunden und Bekannten, oder besorge Dir einen Stuhl auf einem Flohmarkt.

Dann nimm Dir einen Tag, stell Dir diesen Stuhl draußen hin, am Besten einen steinigen, festen Untergrund, mache ein Foto von dem Stuhl und lade Dein rebellisches Inneres Kind, dass Du heute kennengelernt hast ein. Nimm es an die Hand und sage ihm, dass es jetzt mit Dir zusammen seine Wut fühlen darf, Dir diese zeigen darf und Du ihm dafür den Raum gibst. Lass Dich dann von Deinem Inneren Kind, in die Erinnerung, in die Situation führen, in der es diese Wut gefühlt hat. Nimm diese Wut ganz bewusst wahr, ohne sie zu bewerten. Greife dann nach dem Stuhl und zerschmettre ihn so fest Du kannst auf dem Boden, bis Du ganz viele kleine Holzstücke hast. Sammle dann alle Holzstücke ein und bring sie als Beweis zu Deinem nächsten Termin mit.“

Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, wie überrascht meine Begleitung war, aber sie kam zu unserem nächsten Termin mit einer Kiste voll mit Kleinholz, zeigte mir die beiden Fotos und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Sie hätte sich schon lange nicht mehr so kraftvoll, lebendig und entschlossen gefühlt, wie in diesem Moment und fühle sich entspannter, meinte sogar, dass sie bei einem Streit in ihrer Familie in einer totalen Gelassenheit gewesen sei, bei dem sie sonst in der Vergangenheit tagelang danach Magenschmerzen gehabt hätte.

Ich sagte dann zu ihr: „Was hältst Du davon wenn wir Deine recycelte Wut jetzt positiv verwenden?“

Sie schaute mich mit großen, staunenden Augen an. Ich ging in die Küche, machte uns beiden einen heißen Tee, nahm die Kiste mit dem zertrümmerten Stuhlresten, öffnete unseren Kamin, baute die Holzstücke darin auf und zündete einen Streichholz an.

Innerhalb kürzester Zeit entstand ein wärmendes Feuer. Ich holte meine Begleitung und wir setzten uns vor dem Kamin, tranken unseren Tee und wärmten uns von ihrer recycelten Wut auf.

Sie schaute in die Flammen und ihr liefen die Tränen über ihr Gesicht. Dann sagte sie zu mir: „Kirsten, ich bin grade so überwältigt. Ich hätte niemals gedacht, dass wie gut es auch anfühlt meine Wut zu fühlen, dafür nicht abgewertet, verurteilt zu werden, oder Liebesentzug zu kassieren. Jetzt fühle ich endlich diese Traurigkeit und die Wärme meiner Wut tut mir so gut!“

Es liegt jetzt nur an Dir, ob und wie Du Deine Gefühle lebst, welche Energie Du ihnen zuschreibst. Alles hat seine Berechtigung und Gefühle wollen gefühlt werden. Erst wenn wir unsere Gefühle gefühlt haben, fließen diese von ganz alleine von uns ab. Du selbst kannst entscheiden, ob Dich oder andere das Feuer Deiner Wut zerstört, oder wärmt.

Und wann fängst Du an mit Deinem
WUT-RECYCLING???

Blog mein-seelenschmetterling.de
Bild & Text Copyrights Kirsten Stefen 2018

Wie es uns gelingt, die Dinge einfach zu tun

Viele Menschen geraten bei ihrem Vorhaben etwas umzusetzen leider recht oft ins Stocken. Sie denken darüber nach, ob sie es tun sollen, vielleicht auch müssen, aber seltener ob sie es wirklich auch wollen und selbst, wenn sie es wollen, blockieren sie aus unerfindlichen Gründen, statt es einfach intuitiv aus dem Bauch heraus zu tun.

Aussagen wie „Ich muss was tun“ blockieren einen, einfach weil es sich nicht gut anfühlt, etwas zu müssen. Einfacher wäre da zu sagen, „Ich tue es“. wären da nicht die Glaubenssätze, die es einem oft verbieten, die Dinge einfach nur zu tun, ohne groß darüber nachzudenken ob es richtig ist oder nicht.

Wenn es sich gut anfühlt, in dem Moment, dann tue ich es einfach, ohne darüber nachzudenken, was andere vielleicht denken könnten. Und ich bereue nichts, wenn ich dabei glücklich bin.

Das heißt ich übernehme Verantwortung für mich und mein Handeln, löse damit aber gleichzeitig die Abhängigkeit auf, die mich daran hinderte es zu tun. Nebenbei mache ich eine neue Erfahrung, welche bestenfalls sogar Ängste abschwächt oder gänzlich ins Gegenteil umkehrt.

Oder ganz kurz gesagt „Mach es einfach“- statt nur darüber nachzudenken, wie es wäre bzw. sich selbst mit Triggerworten unter Druck zu setzen.

Mit Triggerworten meine ich Modalwerben oder den berühmt berüchtigen Konjunktiv, der uns gern aufs Glatteis führt, mit dem, was er uns suggeriert: z.b, was man hätte tun können, um besser zu sein, bei anderen anzukommen oder um geliebt zu werden.

Ein Verzicht auf die Modalverben (soll, muss, kann, darf, will, werde) hilft dabei Achtsam zu sein, und damit ein Bewusstsein zu schaffen für das Selbst, das was wirklich passiert. Allerdings wäre eine Überwindung der Glaubenssätze, die es einem verbieten dafür notwendig. Um dies zu manifestieren, bedarf es sicherlich den ein oder anderen Auflösungsprozess aber auch Übung, Übung, Übung.

Das Selbstmanagement- Training, welches Bestandteil der Verhaltenstherapie ist oder die Brainspotting Technik aus dem NLP sind dabei gute Werkzeuge, die auch diese Technik (Achtsames Sprechen, gesprungene Schallplatte) beinhalten. Auch kann eine geführte Hypnose mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit bewirken. Am Ende gilt immer, wer heilt, der hat recht, also spielt die Methode keine Rolle. Hauptsache das Ergebnis stimmt und dem Klienten ist geholfen. Übung macht den Meister! Und Geduld ist dabei eine Tugend, die sich jeder von uns gönnen darf.

Sprechen Sie mich gerne an. Dann entwickeln wir gemeinsam einen Trainingsplan, wie sie ihre Blockaden überwinden, einfach die Dinge zu tun, die sie tun möchten, weil sie ihnen wichtig sind.

Mit Respekt und Liebe erziehen von Shefali Tsabary

Warum Bestrafung bei Kindern nicht hilft und was sie stattdessen tun sollten

Gibt es irgendjemanden der darauf steht gemaßregelt zu werden, ständig korrigiert, kritisiert, für Fehler die nur all zu menschlich sind, sei es von Arbeitskollegen, vom Chef, von Nachbarn oder von irgendwelchen Leuten, sei es auf der Straße oder im Internet? Fürchten wir nicht (alle) irgendwann einmal die Angst etwas falsch zu machen, nicht zu genügen oder gar abgelehnt zu werden? Falls manch einer sich nicht direkt angesprochen fühlt, schauen Sie sich gerne in ihrem Umfeld um. Kennen sie nicht zufälligerweise eine Person, die es hasst (ständig) gemaßregelt zu werden?

Kinder jedenfalls mögen dies auch nicht. Und trotzdem werden sie bestraft für Dinge, die aus Elternsicht falsch laufen. Statt mit Liebe und Respekt eine Beziehung zu gestalten, wird immer noch mit Disziplinierung und Bestrafung erzogen, selbst wenn dies wahrscheinlich im Nachhinein nicht gewollt war.

Im Volksmund unterstellt man (uns) KRITIKUNFÄHIGKEIT!!!

Dabei ist es nur die mangelnde Fähigkeit miteinander zu kommunizieren und sich zu verbinden, also eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen und sich auf die gegenseitigen Bedürfnisse einzulassen bzw. ernsthaftes Interesse am Gegenüber zu zeigen. Ist es ein Bedürfnis sich ständig kritisiert zu fühlen oder andere zu kritisieren? Ist es ein Bedürfnis nur den eigenen Willen erfüllt zu bekommen, während der andere sehen muss wo er bleibt?

NEIN?

Und warum maßregeln Eltern ihre Kinder andauernd? Warum glauben viele Eltern, dass ihr Kind nach ihrer Pfeife tanzen muss und dass es ein Zeichen von Respektlosigkeit sein soll, wenn ein Kind gegen Regeln verstößt, die es selbst nicht aufgestellt hat und die auch nicht adäquat kommuniziert oder vorgelebt wurden? Warum kritisieren manche Eltern Kinder für etwas, was aus Elternsicht anders oder besser gemacht werden könnte? Bestrafung jedenfalls ist keine Motivation etwas besser zu machen, sondern ein Grund verbittert zu sein und dagegen zu rebellieren. Wenn ein Kind sich ungerecht behandelt fühlt, verhält es sich ähnlich, wie jemand, der gerade vom Chef gemaßregelt wurde. Ja die Eltern sind wie der Chef.

Angeblich soll man ja aus Fehlern lernen. Das ist leider in der Form nicht richtig. Richtig heißt es, dass wir aus Erfahrungen lernen und diese Erfahrung machen wir durch Beziehung, durch reflektierende Gespräche, durch Erkennen anderer Sichtweisen und nicht durch Disziplinierung durch den Erziehungsberechtigten oder Chef. Oder haben Sie noch Freude zu lernen, wenn Sie sich ständig rechtfertigen müssen oder Sie einfach nur dieses Gefühl haben, es tun zu müssen?

Nicht gut genug zu sein, ist kein schöner Gedanke. Aber viele denken es. Und in der Kindheit wird dafür der Grundstein gesetzt.

Shebaly Tsafary jedenfalls hat in ihrem Buch „Mit Respekt und Liebe erziehen“ viele wichtige Hinweise gegeben, wie eine Er(Be)ziehung zu unseren Kindern gelingt. Sie schreibt in sehr einfühlsamer Sprache, teils aus Erfahrung mit ihrer eigenen Tochter, als auch gespickt mit Fallbeispielen was wir stattdessen tun können, anstelle von Diszilplinierung und Bestrafung. Kinder dürfen aus den natürlichen Folgen des Lebens lernen, sei es, wenn sie den Bus verpassen und zu spät kommen, die heiße Herdplatte berühren oder wenn sie mit ihren Geschwistern streiten. Es bringt nichts, wenn wir als Eltern und ständig aufspielen und meinen es besser zu wissen oder aber weil wir unser Kinder nur beschützen wollen.

Beziehungen auf Augenhöhe jedenfalls fördern den gegenseitigen Respekt, sowohl den unsere Kinder vor uns haben, als auch den wir vor unseren Kindern haben sollten, denn auch diese werden irgendwann mal an unserer Stelle sein und dann wäre es hilfreich, wenn sie zu einem anderen Konfliktbewältigungsstil greifen, als pure Gewalt und Übergriffigkeit.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen.

Warum Rückfälle auch Glücksfälle sind

Kennen Sie den sogenannten Setzkasten? Als Kind hatte ich mal so was, in dem neben Überraschungseierfiguren auch jeder meiner Milchzähne einen Platz fand. Meine Milchzähne wollten raus, manche von ihnen mussten es auch. Aber sie gehörten zu mir. Sie waren mal wichtig für mich. Deswegen schmeiße ich diese auch nicht weg. Stattdessen stelle ich sie zur Erinnerung aus.

Möglicherweise lagert ihr alter Setzkasten im Keller oder auf dem Dachboden. Möglicherweise haben sie diesen aber auch weggeschmissen, oder er wurde aussortiert. Das fände ich zwar sehr schade, aber dann könnten Sie sich vielleicht einen neuen anschaffen. Erinnerungen sind Teil unserer Geschichte.

Jedenfalls halte ich persönlich es für sehr sinnvoll, wenn ein jeder von uns so einen Setzkasten hat, in der man alles ablegen kann, was man los gelassen hat, einfach um nicht zu vergessen, woher man kommt und wo man jetzt steht, und somit für sich selbst nochmal den Unterschied anerkennen kann, zwischen dem, was mal war und dem, was gerade ist.

Das ist übrigens Achtsamkeit. Inne halten, los lassen, ablegen, durch etwas Neues ersetzen ohne das alte deswegen abzuwehren. Das Neue ist das Bewusste, und das Alte das Unbewusste, zumindest nach meinem Empfinden.

Dadurch, dass Sie von nun an achtsam sind, sind sie sich über alles bewusst, auch über das, was vorher unbewusst war. Manches wissen Sie jetzt, anderes Wissen kommt später. Aber alles was Sie wissen oder mal wussten, gehört zu ihrem Wissen. Und dieses Wissen kann Ihnen niemand nehmen.

Und so ist das auch mit dem Verhalten. Früher noch waren Sie z.B. impulsiv. Jetzt denken Sie bewusster drüber nach. Heute entscheiden Sie sich möglicherweise anders. Und trotzdem ist ihr abgelegtes Verhalten ein Teil ihrer Geschichte. Vergessen Sie das nicht. Denn das was war, war ebenso mit-entscheidend für die Entwicklung die Sie gemacht haben. Das was war, war auch mal aktuell. Aktuell aber ist jetzt, das was ist.

In meiner Therapie und während meinem Umgang mit mir selbst, habe ich bestimmte Verhaltensweisen an mir erkannt, das Bedürfnis dahinter ergründet und durch wirkungsvollere Methoden ersetzt um das zu erhalten, was ich in dem Falle brauche.

Wenn ich getriggert werde, bin ich oft einem Gefühl ausgesetzt, und das in einer Intensität, die es mir manchmal nur schwer möglich macht rational zu denken. Ich bin dann oft sehr emotional unterwegs. Gedankenketten kreisen unentwegt in meinem Kopf. Der Gedanke sich zu verhalten wie früher ist dann immer sehr greifbar. Manchmal gehe ich dem auch noch nach, ganz oft aber entscheide ich mich bewusst, das abgelegte da zu lassen und das neu erlernte anzuwenden. Wenn ich aber erkenne, dass ich einen Rückfall erlitten habe, dann liegt der Gewinn darin, dass ich es erkannt habe. Das dann zu erkennen und anzunehmen, erleichtert es mir, es zu akzeptieren. Wenn ich es akzeptiert habe, behindert es mich nicht. Aber ich kann dann genauer und konzentrierter hinschauen um dann für mich zu reflektieren, wie ich es beim nächsten Mal wieder so umsetzen kann, wie ich es neu gelernt habe.

Ich erkenne also alte Verhaltensmuster (Unglücksstrategien), kenne aber gleichzeitig alternative Verhaltensmuster, mit denen ich arbeiten kann.

Niemand auf der Welt ist als Übungsweltmeister zur Welt zukommen. Jeder von uns ist auch zum ersten Mal auf dieser Welt. Das heißt also auch, dass niemand von vornherein alles (gut) kann.

Setzen Sie sich bloß nicht unter Druck, wenn sie sich mal wieder verhalten, wie früher. Das passiert. Mir passiert das häufiger. Und es ist für mich eine gute Übung damit besser umzugehen.

Ich war narzisstisch überbordend unterwegs, grenzüberschreitend mit den üblichen Vernichtungsphantasien. Das schöne aber ist, dass durch meine Arbeit an und mit mir selbst, das dahinter liegende Bedürfnis mittlerweile bekannt ist. Ich habe diese Gedanken nicht um anderen zu schaden, sondern um mich zu schützen. Statt es aber nun via Schutzschild abzuwehren, gucke ich mir den Gedanken oder das Gefühl näher an um dann bestmöglich für mich zu sorgen. Somit gelingt es mir in der Tat deutlich besser als früher, etwas loszulassen um mich dem Neuen gegenüber zu öffnen.

Das Alte aber lege ich nur ab. Ich schmeiße es nicht auf den Müll. Ich gucke es mir immer wieder an. Und dann erkenne ich, dass ich jetzt der bin, der ich bin, und mich im direkten Vergleich zu früher verändert habe, Ich bin also ich, und das bei vollem Bewusstsein. Ich bin achtsam mit mir selbst.

Und auch das können Sie für sich und ihr inneres Kind erreichen, Das ist ein Gewinn, der für jeden zugänglich ist. Alles was Sie dafür tun müssen, ist nur ihren eigenen Schweinehund (also Sie selber) zu überwinden um dann den Weg aufs Neue zu (er)finden.

Sie sind ja stetig auf dem Weg. Sie entwickeln sich jeden Tag weiter. Erkennen sie diese Tatsache an und sie werden auf kurz oder lang zum gleichen Ergebnis kommen. Ein Rückfall ist ein Glücksfall für die Weiterentwicklung ihrer selbst.