Daran erkennst Du, dass du in einer Beziehung mit einem Narzissten bist (damit sind Menschen gemeint, die pathologische narzisstische Züge aufweisen, aber in der Regel nicht diagnostiziert sind), mit einer passiv – aggressiven Person zusammen lebst oder dass einer deiner Elternteile narzisstische Züge aufweist. Denn in der ICD- 10 stehen nur die von der Wissenschaft anerkannten Symptome. Wie sich diese Symptome zeigen und welche teils gravierenden Auswirkungen dieser Missbrauch hat, zeigt sich hierbei nicht.

Deswegen habe ich eine Liste für dich zusammen gestellt woran du erkennst, dass du emotional/narzisstisch missbraucht wurdest.

  • Liebe und Zuwendung wird an Bedingungen geknüpft – Wenn… – dann Formulierungen dominieren die Kommunikation
  • Entwertung, Beleidigung, Beschimpfung und Ausgrenzung stehen an der Tagesordnung, – im beruflichen Kontext bezeichnet man das als Mobbing
  • Deine Leistungen werden nicht anerkannt oder klein geredet, es werden teilweise Vergleiche angestellt in der du meistens schlechter abschneidest, als die anderen. Auf der anderen Seite wird aber häufig erwartet, dass du die Leistungen des Gegenübers anerkennst oder ihn/sie übermäßig lobst.
  • Der Täter stellt sich als Opfer dar und erzeugt dadurch starke Schuldgefühle. Er macht dich für alles verantwortlich was ihm widerfährt (Projektion). Oft reichen schon ein gequälter Blick, Tränen oder ein Seufzen. Lügen werden als Wahrheit dargestellt und umgekehrt. Bei Streitigkeiten wird von den eigenen Anteilen abgelenkt. Das eigene Verhalten wird verharmlost, deine Reaktion dagegen dramatisiert. Spricht man den Täter/ die Täterin darauf an, weicht diese/r oft aus oder das „Spiel“ wiederholt sich. Ständig hast du das Gefühl, dass du dich entschuldigen musst. Diese Art von Projektion wird auch als Schuldumkehr bezeichnet.
  • Vorwiegend narzisstische/ passiv- aggressive Mütter handeln nach dem Motto: „Teile und herrsche“, d.h. sie bringen die Kinder gegeneinander auf und oft gibt es einen „Sündenbock“ und ein „goldenes Kind“. Nabelt sich das „goldene Kind“ aus dem Familiensystem ab, kann es ganz schnell zum „schwarzen Schaf“ werden, welches die Familienehre gefährdet. Es wird dann also ausgeschlossen, teilweise nicht mehr zu Familienfeiern eingeladen.
  • Es werden Unwahrheiten und Gerüchte über dich gestreut. Du wirst isoliert, entweder dadurch, dass sich dein Umfeld von dir distanziert oder aber deine Scham und Verunsicherung ist so groß, dass du immer mehr den Kontakt zu deinem Umfeld abbrichst.
  • Das „Opfer“ wird gezielt manipuliert und zutiefst verunsichert. Das Realitäts- und Selbstbewusstsein wird systematisch in einem schleichenden Prozess zerstört. Die Realität des Opfers verändert sich dadurch und es zweifelt an sich selbst (Gaslighting). Absurde Behauptungen, z. B. „mit dir stimmt was nicht, du bist psychisch krank“, „das bildest du dir alles nur ein“ oder „sei doch nicht so empfindlich“ gehören zum Alltag. Kinder werden oft gezwungen den Kontakt zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen abzubrechen. Daher fühlen sich Kinder narzisstischer Eltern oft leer und einsam. In ihrem innersten klafft ein großes schwarzes Loch. Nichts scheint Sie zu erfüllen. Der Selbstwert ist im Keller. Die Selbstzweifel dagegen sitzen auf einem Thron.
  • Emotionale Erpressung durch Drohungen (z.B. Androhung von Suizid, Kindesentzug, körperliche Bedrohung, das Schaffen von absoluten Ausnahmesituationen). Du kommst nicht zur Ruhe und entwickelst die sogenannte Hypervigilanz – welche als Leitsymptom der posttraumatischen Belastungsstörung gilt. Man bezeichnet dies auch als Überregung, Habachtstellung, stressbedingte Veränderung der Persönlichkeit oder Co- Abhängigkeit.

Es ist eigentlich nicht angebracht, in diesem Zusammenhang von „Opfern“ zu sprechen, weswegen ich das Wort auch in Anführungszeichen gesetzt habe. Denn meines Erachtens bist du kein Opfer. Du wiederholst nur ein Muster deiner Kindheit. Du hast bestimmte Dinge gelernt und dir aufgrund des jahrelangen Missbrauchs Verhaltensweisen angewöhnt, die dich immer wieder in narzisstische/abhängige Beziehungen führen.

Die meisten Betroffenen sind meist sehr erfolgreich sind im beruflichen Kontext. Viele meiner Klienten sind in leitenden Funktionen tätig, die gelernt haben „zu funktionieren“ was sie besonders anfällig für ein Burnout macht.

Auch sind viele meiner Klienten oft hochsensibel. Das heißt sie haben besondere Fähigkeiten. Hier können Sie testen, ob Sie eine „hochsensible Persönlichkeit“ besitzen:

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