Viele Menschen geraten bei ihrem Vorhaben etwas umzusetzen leider recht oft ins Stocken. Sie denken darüber nach, ob sie es einfach machen sollen, vielleicht auch müssen, aber seltener, ob sie es wirklich auch wollen. Selbst wenn sie es wollen, blockieren sie aus unerfindlichen Gründen, statt es einfach intuitiv aus dem Bauch herauszutun.

Blockaden beim Einfachen machen aussetzen

Aussagen wie „Ich muss was tun“ blockieren einen, einfach, weil es sich nicht gut anfühlt, etwas zu müssen. Einfacher wäre da zu sagen, „Ich tue es“. Wären da nicht die Glaubenssätze, die es einem oft verbieten, die Dinge einfach nur zu tun, ohne groß darüber nachzudenken, ob es richtig oder falsch ist.

Wenn es sich gut anfühlt, in dem Moment, dann tue ich es einfach, ohne darüber nachzudenken, was andere vielleicht denken könnten. Und ich bereue nichts, wenn ich dabei glücklich bin.

Das heißt, ich übernehme Verantwortung für mich und mein Handeln, löse damit aber gleichzeitig die Abhängigkeit auf, die mich daran hinderte, es zu tun. Nebenbei mache ich eine neue Erfahrung, welche bestenfalls sogar Ängste abschwächt oder gänzlich ins Gegenteil umkehrt.

Oder ganz kurz gesagt „Mach es einfach“- statt nur darüber nachzudenken, wie es wäre bzw. sich selbst mit Triggerworten unter Druck zu setzen.

Triggerworte positiv einsetzen, um endlich ins Tun zu kommen

Mit Trigger-Worten meine ich Modalwerben oder den berühmt berüchtigten Konjunktiv, der uns gern aufs Glatteis führt, mit dem, was er uns suggeriert: z. B.:

  • was man hätte tun können,
  • um besser zu sein,
  • bei anderen anzukommen
  • oder um geliebt zu werden.

Ein Verzicht auf die Modalverben (soll, muss, kann, darf, will, werde) helfen dir dabei Achtsam zu sein. Du kannst damit dein Bewusstsein für dein Selbst zu schaffen – für das, was wirklich passiert. Allerdings wäre eine Überwindung der Glaubenssätze, die es dir verbieten dafür notwendig. Um dies zu manifestieren, bedarf es sicherlich den ein oder anderen Auflösungsprozess aber auch Übung, Übung, Übung.

Einfach machen: 5 Tipps, um der Komfortzone zu entfliehen

Die Komfortzone ist der Bereich, indem du dich wohlfühlst. Ob es nun gut oder weniger gut für dich ist, ist dabei egal – zumindest musst du nichts ändern, denkst du! Aber was passiert, wenn du die Wohlfühlzone verlässt? Kannst du dir vorstellen, dass es besser werden könnte? Hier gebe ich dir 5 Tipps an die Hand, wie du relativ fix aus der „Nicht-einfach-machen“ Zone herauskommst und in die „einfach machen“ Zone hineinkommst.

Einfach machen 1: Wirf einen Blick auf dich

Hast du schon mal etwas von dem Begriff Gewohnheitstier gehört? So werden wir Menschen bezeichnet, da wir Dinge immer und immer wieder tun. Meist laufen diese automatisch ab. Man kann Gewohnheiten auch trainieren, indem man Dinge bewusst jeden Tag aufs Neue macht. Möchtest du etwas ändern, so musst du erst mal einen Blick auf dich & deine Gewohnheiten werfen.

Auf sich selbst schauen, Selbstreflektion, Auge auf sich werfen, sich erkennen,
Bevor du etwas ändern kannst, schau auf dich selbst. Reflektiere & finde dich selbst

Notiere sie am Besten. Schreibe dazu, ob es gute oder schlechte Gewohnheiten sind. Sind es schlechte Gewohnheiten, schreibe dir auf, wie du sie ändern könntest. Setze das Geschriebene Schritt-für-Schritt um. 1 Gewohnheit braucht circa 30-60 Tage, bis sie dir normal vorkommt.

Einfach machen 2: Aufgaben-Planung

Kleine wie auch große Aufgaben oder gar ganze Projekte benötigen eine gute Planung, damit sie erfolgreich umgesetzt werden können. Es kann der klassische Einkauf sein – denn hast du hier keine Einkaufsliste, fehlt dir später etwas im Kühlschrank oder eine wichtige Zutat.

Eine größere Aufgabe kann der wöchentliche Putzplan sein. Dazu gehört eben nicht nur Spülmaschine oder Wäsche waschen. Das Bett beziehen, Schränke auswischen, Staubwischen, saugen & wischen usw. Hier hilft eine To-do-Liste, um auch keinen Schritt zu vergessen.

Es gibt aber auch die ganz großen Projekte, welche ein großes Problem sind, wenn man einfach machen soll. Das geht eben nicht so einfach, weil man nicht weiß, wo man anfangen soll. Bei diesen ist es wichtig und von Vorteil, wenn man sie in kleine Schritte herunterbricht. Schauen wir uns ein Beispiel an. Du möchtest deinen Urlaub planen:

  • Budget für den Urlaub genau prüfen.
  • Urlaubsziel suchen.
  • Unterkunft am Urlaubsziel suchen – Preise vergleichen auf verschiedenen Plattformen.
  • Anreise mit Auto, Flugzeug oder Bus & Bahn.
  • Wie ist die Verpflegung? Muss ich für einige Mahlzeiten selbst sorgen?

Die Punkte kannst du ebenfalls noch in kleine Aufgaben herunterbrechen. Zum Beispiel bei Bus & Bahn – wie liegen die Preise, wie kommst du vom Bahnhof zum Hotel.

Du verstehst, was ich meine? Dieses große Projekt scheint nach dem Runterbrechen überhaupt nicht mehr groß, da du weißt, was Schritt-für-Schritt gemacht werden muss und wie sinnvoll die Aufgliederung angelegt wurde.

Einfach machen 3: Einen konkreten Plan entwickeln

Jeder Mensch auf der ganzen Welt hat nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Neben Arbeit, Hobby, Kinder und Partner/in kommen die alltäglichen Dinge gern ins Stocken. Du bist kaputt und müde, fühlst dich ausgelaugt und kraftlos. Trotzdem sind viele Aufgaben zu erledigen. Damit du dich nicht zu lang an bestimmten Aufgaben aufhältst bzw. ein Ende in Sicht ist, ist es wichtig, jeder Aufgabe oder jedem Projektteil ein bestimmtes Zeitfenster zu geben.

Projekt planen, Aufgaben planen, Aufgaben erledigen, Projekte in kleine Ziele teilen, einfach machen
Aufgaben planen, Projekte planen und Ziele erreichen geht nur mit konkreter Planung

Je nachdem, was du für ein Mensch bist, kann es helfen, die schwierigste Aufgabe oder die leichteste Aufgabe als Erstes zu machen. Eine konkrete Planung geht nur mit getakteten Zeitfenstern. Setzte diese aber nicht zu knapp, sondern gibt jedem To-do 10-20 Minuten mehr Zeit. So hast du immer noch einen Puffer.

Einfach machen 4: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Viele warten auf das neue Jahr oder auf einen bestimmten Zeitpunkt, wo sie mit der Veränderung oder mit dem einfach machen beginnen. Aber genau hier liegt das Problem. Den perfekten Zeitpunkt gibt es einfach nicht. JETZT anfangen – das ist der richtige Weg.

Es wird am Anfang immer wieder zu Rückfällen führen. Aber Rückfälle sind Glücksfälle. Rückfälle musst du akzeptieren. Warum? Ganz einfach: Wenn du in dein altes Muster zurückfällst, dann war dein Plan für dich nicht perfekt. Deine Aufgabe ist es nun, die Gewohnheit zu optimieren. Solange, bis es sich für dich gut anfühlt und zum Ziel führt.

Einfach machen 5: Dein inneres Kind belohnen

Jetzt das wohl wichtigste To-do beim Prinzip des Selbstmanagements & der Selbstdisziplin. BELOHNE DICH. Es gibt keinen besseren Moment, dich mit einer Kleinigkeit zu belohnen, wenn du endlich einfach gemacht hast. Eine Aufgabe erledigt hast, die du schon so ewig nicht anfangen oder schaffen konntest. Es muss nicht unbedingt ein Sachgegenstand sein.

Nimm dir Zeit für dich, lies ein Buch, gönn dir ein gutes Essen. Belohne dein inneres Kind. Nur so kannst du dich immer wieder motivieren.

Ich arbeite mit dir DIR an deinem Selbstmanagement

Das Selbstmanagement-Training, welches Bestandteil der Verhaltenstherapie ist oder die Brainspotting-Technik aus dem NLP, sind dabei gute Werkzeuge, die auch diese Technik (achtsames Sprechen, gesprungene Schallplatte) beinhalten. Auch kann eine geführte Hypnose mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit bewirken.

Am Ende gilt immer, wer heilt, der hat recht, also spielt die Methode keine Rolle. Hauptsache das Ergebnis stimmt und dem Klienten ist geholfen. Übung macht den Meister! Und Geduld ist dabei eine Tugend, die sich jeder von uns gönnen darf.

Sprich mich gerne an. Dann entwickeln wir gemeinsam einen Trainingsplan, wie du deine Blockaden überwinden kannst, einfach die Dinge zu tun, die du tun möchtest, weil sie dir wichtig sind.

Autor: Daniel Brodersen